Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: Weihnachten steht vor der Tür, und mit ihm die alljährliche Hektik, genügend Essen, Getränke und natürlich Geschenke zu kaufen, um die Feiertage zu überstehen. Doch wie so vieles in diesem Jahr hat sich auch die festliche Tradition, sich durch Kaufhäuser zu drängeln und sich durch den Verkehr zu schlängeln, verändert. Stattdessen verbringen Sie die Vorweihnachtszeit heute viel eher vor einem Bildschirm, scrollen durch Seiten mit potenziellen Geschenken, bevor Sie Ihre Bestellung aufgeben und nach dem Lieferwagen Ausschau halten.
Während stationäre Geschäfte und Einzelhändler ohne nennenswerte digitale Präsenz unter dem Druck leiden, gibt es einen Sektor, der vom aktuellen Boom im Online-Handel profitiert: die Verpackungsbranche. Insbesondere Karton- und Papierverpackungen.
51 Milliarden Dollar – und es werden immer mehr
Laut einer aktueller Bericht von Smithers Pira, der Verbrauch an E-Commerce-Verpackungen geht in die Höhe. Im Jahr 2020 lag der weltweite Verbrauch an Verpackungen durch Online-Shops um über 40 % höher als im Jahr 2019. Während der Markt im vergangenen Jahr noch ein Volumen von 33,7 Milliarden US-Dollar hatte, ist er in diesem Jahr auf 51,7 Milliarden US-Dollar gestiegen – ein Zuwachs von über 14 Milliarden US-Dollar.
Der wertvollste Teil dieses Verpackungsvolumens entfällt auf Wellpappe, deren Wert im Jahr 2020 bei 41,6 Milliarden US-Dollar lag – ein Anstieg gegenüber 30 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 –, was den E-Commerce zu einem der wichtigsten Märkte für Verpackungsunternehmen und ihre Zulieferer macht. Und damit geht es noch lange nicht zu Ende – der Bericht schätzt, dass der Markt bis 2025 einen atemberaubenden Wert von 113,5 Milliarden US-Dollar erreichen wird.
Die Entscheidung der Verbraucher
Neben dem Komfort des Online-Shoppings und der Lieferung nach Hause ist einer der Hauptgründe für den Erfolg von Karton die Nachhaltigkeit des Rohmaterials sowie die Präferenz der Verbraucher für umweltfreundliche Verpackungen. Eine neue Studie von Smurfit Kappa hat ergeben, dass Verbraucher bei Online-Einkäufen mittlerweile nachhaltigere Verpackungen von Modemarken verlangen.
Die Studie, die mit Verbrauchern in Deutschland, Irland, den Niederlanden und Großbritannien sprach, ergab, dass 41 % der Online-Mode-Käufer seit Beginn der Covid-19-Pandemie bei ihren Kaufentscheidungen umweltbewusster geworden sind; 35 % gaben an, dass sie bei einer bestimmten Marke nicht kaufen würden, wenn sie feststellen würden, dass die Verpackung nicht nachhaltig ist.
Die von „Two Sides“ durchgeführte weltweite Verpackungsumfrage bestätigt dies: 62 % der Befragten gaben an, dass Papier/Pappe gut für die Umwelt sei, und 57 % nannten Papier/Pappe als das am einfachsten zu recycelnde Material. Kurz gesagt: Die Menschen bevorzugen Verpackungen aus Pappe und Papier, wobei Nachhaltigkeit der Hauptgrund dafür ist.
Das war’s dann
Gerade die dem Erfolg von Kartonverpackungen innewohnende Kreislaufwirtschaft ist der Grund für ihren Erfolg. Da eine durchschnittliche Kartonschachtel zu 50 % aus recyceltem Material besteht – bei manchen sogar zu 100 % –, ist die Gewährleistung eines kontinuierlichen Kreislaufs aus Nutzung, Recycling und Wiederverwendung entscheidend für das Gedeihen der Kartonverpackungsindustrie. Und angesichts des rasanten Anstiegs des Online-Handels dürfte es im System keinen Mangel an Karton geben.
Wenn also in dieser Weihnachtszeit die Lieferungen nicht abreißen und sich die Pakete stapeln, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die bescheidene Pappschachtel zu bewundern. Und dann recyceln Sie sie.

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