Wie Augmented Reality Etiketten revolutioniert

Bei Verpackungen geht es nicht mehr nur darum, ein Produkt zu schützen. Sie entwickeln sich zunehmend zu einer Schnittstelle zwischen Marken und Verbrauchern. Eine der interessantesten Entwicklungen in diesem Bereich ist der Aufstieg der Augmented Reality (AR), bei der gedruckte Etiketten durch interaktive digitale Erlebnisse ergänzt werden.

Von Wein und Spirituosen bis hin zu Craft-Getränken – Marken probieren verschiedene Wege aus, um alltägliche Verpackungen in etwas weitaus Ansprechenderes zu verwandeln.

Was ist AR?

Augmented Reality (AR) verbindet digitale Inhalte in Echtzeit mit der realen Welt. Im Gegensatz zur Virtual Reality, die eine vollständig künstliche Umgebung erstellt, erweitert AR die physische Welt, indem interaktive Elemente wie Bilder, Animationen oder Informationen über das Gesichtsfeld des Benutzers gelegt werden.

Verbraucher können mit ihrem Smartphone ein Etikett scannen und so zusätzliche Inhalte freischalten. Diese reichen von Geschichten und der Markengeschichte bis hin zu Spielen, Musik oder Videos mit Einblicken hinter die Kulissen. Dadurch erstellen sie am Ort des Kaufs oder des Konsums ein noch intensiveres Erlebnis.

In vielen Fällen erfordern AR-Erlebnisse eine spezielle App, insbesondere bei komplexeren Inhalten oder markenspezifischen Inhalten. Einfachere Formen von AR können mittlerweile jedoch direkt über Smartphone-Kamera-Apps oder webbasierte Plattformen genutzt werden, sodass Benutzer Inhalte scannen und mit ihnen interagieren können, ohne zusätzliche Software herunterladen zu brauchen.

Verpackungen zum Leben erwecken

Dank Augmented Reality können Marken ihre Verpackungen zu einem direkten Kommunikationskanal mit den Verbrauchern machen.Pure Origin Kaffee… nutzt beispielsweise AR, um Kunden mit den Menschen hinter dem Produkt in Kontakt zu bringen. Durch das Scannen der Kaffeepackung können Verbraucher direkt von den Erzeugern hören, die von ihren Geschichten, ihrem Leben und der Arbeit erzählen, die hinter der Produktion von Kaffee geht, und so ein persönlicheres und transparenteres Erlebnis erstellen.

Bei einem eher unterhaltungsorientierten Ansatz,Pizza Hut hat eine Pizza-Schachtel in Sonderausgabe auf den Markt gebracht, die als AR-Marker dienen soll. Wenn man die Verpackung mit einem Smartphone scannt, wird ein spielbares PAC-MAN®-Spiel aktiviert, bei dem sich die Figuren und das Labyrinth scheinbar über die Oberfläche der Schachtel bewegen und die Verpackung so zu einem interaktiven Erlebnis machen.

In der Zwischenzeit,19 Crimes nutzt AR, um das Storytelling über seine Etiketten zu bereichern. Durch das Scannen einer Flasche können Verbraucher die Figuren auf der Verpackung zum Leben erwecken – als animierte Figuren, die sprechen und ihre Geschichten erzählen, was dem Produkterlebnis mehr Tiefe und Faszination verleiht.

Die Zukunft der vernetzten Etiketten

Mit fortschreitender technologischer Entwicklung mag AR immer nahtloser werden, sodass die Grenzen zwischen dem Scannen und dem Erlebnis immer weiter verschwinden. Dies könnte dazu führen, dass vernetzte Verpackungen nicht mehr nur bei Premium- oder Neuheitsprodukten, sondern auch bei alltäglichen Konsumgütern breitere Anwendung finden.

Derzeit stellt dies eine zunehmende Schnittstelle zwischen Print- und Digitalmedien dar – eine Schnittstelle, an der Verpackungen nicht mehr statisch, sondern interaktiv sind.

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