Ein gut bewirtschafteter Wald kann der Gesellschaft vielfältige Vorteile bieten. Zu diesen Vorteilen zählen unter anderem Ökosystemleistungen, Biodiversität und Existenzgrundlagen. Die europäischen Wälder, aus denen die Papierfabriken der Region über 90 % ihrer Holzfasern beziehen, wurden und wächst jeden Tag um eine Fläche, die 1.500 Fußballfeldern entspricht. Über 60 % dieser Fläche sind nach den FSC®- oder PEFC™-Standards zertifiziert, was zum Teil der Unterstützung durch die Druck- und Papierindustrie zu verdanken ist.
Eine neue Studie hat zudem ergeben, dass Wälder das Potenzial haben könnten, die Niederschlagsmenge zu steigern. Die von „Nature Geoscience“ durchgeführte Studie hat herausgefunden, dass die Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen in Wald die Niederschlagsmenge in den Sommermonaten um bis zu 7,6 % steigern kann (Nature Geoscience, 2021). Eine konkrete Erklärung für diesen Zusammenhang ist zwar unklar, es wird jedoch angenommen, dass er mit der Wechselwirkung zwischen Wald und bewölktem Himmel zusammenhängt.
Vorteile von Niederschlag
Regen ist nicht immer schlecht. Aufgrund des Klimawandels der letzten Jahre ist eine angemessene Niederschlagsmenge für die Wälder von entscheidender Bedeutung, da sie dafür erforderlich ist, dass die Ökosysteme weiter wachsen und Ressourcen für die Menschen und die Produktion bereitstellen können.
So kann ein gut gepflegter Wald beispielsweise Holzprodukte, erneuerbare Energie, natürliche Kohlenstoffbindung und weitere Ökosystemleistungen wie den Schutz vor Überschwemmungen und Dürren bieten. (EEA, Europäische Waldökosysteme – Zustand und Trends, 2016) Es kann auch Lebensraum für 80 % der Amphibienarten, 75 % der Vogelarten und 68 % der Säugetierarten bieten. (FAO, „Der Zustand der Wälder in der Welt“, 2020)
Die Wälder wachsen immer noch
In ganz Europa wachsen die Wälder mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von Täglich 1.500 Fußballplätze (FAO, 2020). Der britische Premierminister Boris Johnson hat erklärt, dass das Vereinigte Königreich bis 2025 jedes Jahr 30 Millionen neue Bäume pflanzen will (BBC, 2021). In Europa ist bereits eine Fläche, die größer ist als die Schweiz, mit Bäumen übersät.
Die Druck- und Papierindustrie ist sich bewusst, dass gesunde Wälder für die Herstellung von Papier und papierbasierten Produkten unverzichtbar sind. Aus diesem Grund sind Waldzertifizierungssysteme fest in die Arbeit der Branche integriert, um sicherzustellen, dass der Rohstoff Holzfaser aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. In Europa sind die beiden anerkanntesten Zertifizierungssysteme der Forest Stewardship Council® (FSC®) und das Programme for the Endorsement of Forest Certification™ (PEFC™).
Sowohl das FSC®- als auch das PEFC™-System verfolgen ähnliche Ziele: die Zertifizierung von Wäldern nach glaubwürdigen, unabhängig überprüften Standards für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung, den Erhalt der natürlichen Lebensräume von Pflanzen und Tieren sowie die Achtung der Rechte von Forstarbeitern und lokalen Gemeinschaften. Sowohl PEFC™ als auch FSC® betreiben solide Produktkettennachverfolgungssysteme, die Holz und Holzfasern in jedem Schritt der Lieferkette vom Wald bis zum Endverbraucher nachverfolgen.
Wälder und Papier
In Europa bedecken Wälder eine Fläche von 202.150 Millionen Hektar; dort beziehen die europäischen Papierfabriken 90 % ihres Rohmaterials (Cepi, 2018). 74 % des Holzes und 90 % des Zellstoffs, die von der europäischen Zellstoff- und Papierindustrie bezogen werden, sind FSC- oder PEFC-zertifiziert, was bedeutet, dass die Branche bestrebt ist, nachhaltig zu wirtschaften und das langfristige Wachstum der Wälder sicherzustellen. (Cepi, 2018)
Wälder tragen also nicht nur zur nachhaltigen Herstellung von Papierprodukten bei, sondern können auch helfen, den Klimawandel zu bekämpfen.
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